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Kurznews
Oldiestar* stellt den Sendebetrieb über die Mittelwellenfrequenz 603 kHz  im Großraum Berlin ein. Die Frequenz hat eine bewegte Vergangenheit. Einst war sie in Königs Wusterhausen für Radio DDR1/Sender Potsdam in Betrieb. Nach der Wende war für kurze Zeit der RTL Oldiesender zu hören, zwischen 1995 und 1996 nutzte dann JazzRadio die Frequenz, nun aus Köpenick. Zwischen 1996 und 2008 sendete die Stimme Russlands über die 603, die letzten Jahre aus Zehlendorf. Seit Dezember 2009 nutzte schließlich Oldiestar* die Frequenz.  

     

 

Kommentare
Am Freitag, 28.Sep 2012, 21:56 schrieb Matthias Schicht aus Dresden
Hallo zusammen hier im Forum. Ich finde es auch schade , was die Frequenz 603 khz betrifft. Ich denke mal aus Kostengründen wurde sie abgeschalten .
Denn ob ich nun mit nen paar Watt bei Ukw oder KW bei Mittelwelle strahle, ist schon ein Unterschied. Ich konnte Oldiestar bis Dresden hören . Wir waren es gewohnt MW zu hören ... Feix.
Zu den polnischen Sendern , das stimmt , was die braten ist unglaublich. Bis Dresden sind die UKW Frequenzen zu Teil manchmal zu empfangen .
Deutschland muss sparen , sonst ist kein Geld mehr übrig für Rettungsschirme.
LG
Am Freitag, 7.Jan 2011, 02:58 schrieb Tom Sprenger
@Uwe: Ich wollte es nur allgemein nochmal auseinander dividieren, da ich in der Kurznews keine Beweggründe genannt hatte & im Zusammenhang mit dem Kommentar ein falscher Eindruck bei anderen Lesern (ohne Hintergrundinfos über Verfahren und die ganze Geschichte um die 98,2) hätte entstehen können.
Ich stimme da definitv zu, dass das höchstinstanzliche Urteil zur Vergabeentscheidung Richtungswirkung haben wird. Ist ein schmaler Grat zwischen nötiger Kontrolle der Entscheidungen und de facto-"Entmachtung", da am Ende nicht die Entscheidung der Medienanstalt sondern des Verwaltungsgerichts gilt.
In Österreich muss gerade zum Beispiel auch eine Ausschreibung in Innsbruck zum zweiten Mal durchgeführt werden (kein Einzelfall), da sie angefochten wurde. So etwas zieht die Verfahren natürlich auch unendlich in die Länge.
Am Donnerstag, 6.Jan 2011, 17:30 schrieb Uwe Reuter
@Tom. Ich meinte ja auchnicht die MABB sollte abgeschafft werden wegen der Sache mit der Mittelwelle sondern im Zusammenhang der Geschehnisse der letzten Frequenzvergabe bei dem Oldiestar die Frequenz 98.2 zugesprochen wurde und die vom Verwaltungsgericht kassiert wurde. Eigentlich wollte ich damit anmerken das die MABB durch solche Geschehnisse immer mehr ,,entmachtet,, wird. Jeder der sich nicht genug beachtet fühlt,rennt bei nicht genehmen Entscheid erstmal zum Gericht. Ob sein Programm nun den Anforderungen entspricht oder nicht. In Vergleich was Oldiestar seinen Hören journalistisch und musikalisch abietet ist Radio Paradiso wirklich mehr als mässig. Aber Qualität entscheidet nicht wenn man den besseren Anwalt hat.
Am Donnerstag, 6.Jan 2011, 02:57 schrieb Tom Sprenger
@Uwe:
Die 603 kHz aufzugeben war eine alleinige Entscheidung von Oldiestar*, da hat die mabb direkt nichts mit zu tun (die sucht seit Jahren händeringend Interessenten für die diversen Mittelwellenfrequenzen im Großraum Berlin - und findet keine).

Es bleibt spannend zu verfolgen, wie die nächsten Instanzen die Vergabe der 98,2MHz an Oldiestar beurteilen. Sollte das Urteil so stehen bleiben, ist in der Tat der Gestaltungsspielraum der mabb bei Lizenzentscheiden künftig eingeschränkter (Medienanstalten haben aber auch noch andere Aufgaben, Medienpädagogik u.a.. Ob es 14 davon braucht ist diskutabel). Ich finde es allerdings auch etwas verdreht, der mabb jetzt vorzuwerfen, dass sie einen neuen Anbieter ausgewählt hat (ob jedoch dabei Verfahrensfehler gemacht wurden, müssen wohl oder übel Gerichte klären).

Der polnische Sender auf 105,0 MHz war zuerst da (auch mit dieser Sendeleistung). Die 104,9 wurde später koordiniert (für Radio Power 4 einst). Gut gewählt ist sie, so dicht an dem Großsender aus Zielona Gora, beileibe nicht. Auch im kompletten europäischen Ausland werden so gut wie keine Hochleistungssender mehr koordiniert, das UKW-Band ist voll von Island bis Athen, und von Portugal bis ins Baltikum. Regionen in Grenzlage haben immer den Nachteil, dass dort weniger Frequenzen zur Verfügung stehen (auf beiden Seiten). Deutschland wird aber nicht benachteiligt. Es ist wenn überhaupt ein wechselseitiges Blockieren und Wettrennen um die letzten Krümel. Die internationale Frequenzabstimmung läuft im Rahmen der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) und nicht der EU.

Eine Problemebene ist allerdings der deutsche Föderalismus, der bei all seinen positiven Seiten, zusätzlich eine umständliche inländische Abstimmung von Nöten macht und Prozesse in die Länge zieht (siehe Rhein-Main Gebiet usw.).
Am Mittwoch, 5.Jan 2011, 20:07 schrieb Joachim
Als alter Radiobastler vermisse ich die Sendungen von Oldiestar auf MW. Habe beim Löten gerne die Musik gehört (Franzis Radio mit 1,5 V). Schade!
Joachim aus Berlin - Reinickendorf
Am Dienstag, 4.Jan 2011, 22:49 schrieb Uwe Reuter aus Eggersdorf
Sehr schade, ich mochte diesen Sender über Mittelwelle. Schöne alte Songs so wie wir sie damals hörten im vollen amplitudenmodulierten Sound. Bis nach Dessau und weiter hörte ich Oldiestar. Jetzt ist er nichtmal in Strausberg auf UKW zu hören da die Frequenz 104,9 zu schwach ist um gegen den polnischen Sender auf 105,0 anzukämpfen. Hier werden nurnoch Frequenzen im einstelligen Kilowattbereich vergeben und unsere Nachbarn dürfen braten was das Zeug hält. Wir sind ja bloss Zahlmeister der EU. Oldiestar sendet jetzt nurnoch ausserhalb der Öffentlichkeit. Schaffen wir doch die MABB auch gleich ab da sich jedes Gericht über dessen Entscheidungen hinwegsetzt. Ein informatives Programm von dem andere qualitativ Lichtjahre entfernt sind wird hier in den Boden gestampft. Und andere dudeln ungerührt weiter. Der Letzte macht dann das Licht aus
Am Montag, 3.Jan 2011, 21:08 schrieb Achim aus Erfurt in Thüringen
Sehr schade, das Oldiestar die MW 603 kHz aufgibt, wir waren tagsüber treue Hörer der analogen Sendungen.Wir werden es vermissen, da ja die übrigen MW-Sendungen aus Deutschland nur noch Info Programme sind.
Achim und Angelika aus Erfurt


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